Archiv für September 25, 2007
Die Konfrontation mit dem Tod
Ich selbst habe vor einem Jahr eine besondere Begegnung mit dem Tod gehabt. Einen Menschen sterben zu sehen, hat etwas grausames, sowohl aber auch etwas befreiendes. Eine überwältigende Flut von Gefühlen, eine Welt in die man für diesen Moment schlüpft. Die Bilder behält man für immer in seinen Kopf.
Schon früher hatte ich mit dem Tod zu tun. Jedes Haustier geht auch diesen letzten Weg eines Tages. 2 Katzen und einen Hund habe ich schon verloren. Wobei das Wort ‘verloren’ nicht die konkrete Formulierung ist. Sie sind von uns gegangen in eine andere Welt und leben stets weiter in den Herzen jener, die sie gekannt haben. Tiere, die immer für einen da waren, wenn man einen schlechten Tag in der Schule hatte oder ganz einfachen Kummer. Der Moment des Todes ist voller Trauer, voller Tränen. Im Nachhinein war ich jedoch immer glücklich, dass ich Abschied nehmen konnte. Ein frohes “Auf Wiedersehen”.
Letztes Jahr machte ich diese Todes-Erfahrung mit einem mir sehr nahe stehenden Menschen. Der Mensch, der mich auf die Welt brachte und mir ebenso half, verstarb in meiner Anwesenheit. So schockierend und traurig, dieser Augenblick auch war, auch hier ist meine Dankbarkeit über aller Maßen groß.
Jeder Mensch macht irgendwann in seinen Leben mindestens einmal diese Erfahrung. Das Umgehen mit der Situation ist verschieden, doch eins ist immer gleich. Das Erblicken und Erkennen eines neuen Weges.
Doch jeden Tag werden wir damit konfrontiert. Mit dem Tod. Seien es die Nachrichten, Zeitungsartikel, die uns von Morden, Katastrophen berichten oder die beliebten Serien. Manchmal kommt einen die Frage auf bei manchen Sendungen, Szenen, wie man so etwas zeigen kann. Früher war die Wahrnehmung anders, vor einen prägenden Erlebnis. Bilder mögen dadurch hervorgerufen werden oder nur die Gedanken an die ‘verlorene’ Person. Manchmal lässt sich über die Pietät im Fernsehen streiten. Nicht jeder hat Erfahrungen gemacht, die den ‘Fernseh-Sinn’ beeinflussen. Das Fernsehen ist dennoch ein Medium, dass uns an das Leben und den Tod erinnert. Wir müssen es nur bewusster wahrnehmen und nicht verschlucken. Das Leben zu einem Genuss zu machen und nicht wegwerfen wie eine Verpackung von einer zu schnell gegessenen Schokolade.
Sprache der Sinne (1)
Blicke streifen sich, eine Begegnung der Augen. Wie man so schön sagt, “wenn Blicke töten könnten”. Die Sprache der Augen ist sowohl eine offene als auch eine geschlossene Sprache. Eine Vielfalt von Interpretationen fließen durch den Kopf. Manche Blicke verraten sofort, was in dem uns gegenüber vorgeht. Abneigung, Sehnsucht, Trauer, Verehrung.
Manchmal ist der Augenkontakt jedoch verbunden mit einer nachträglichen Frage. Welche Gedanken, gehen wohl in diesen Menschen vor? Ein krummer Blick von der Seite eines Fremden bedeudet nicht immer eine Abneigung gegen einen selbst. Ein schlechter Tag verformt die Mimiken. Ein ehrliches Gesicht, zeigt sein Gefühl mit allen Poren. “Die Augen sind der Spiegel der Seele.” Die Hintergründe für schlechte Laune, einen schiefen Blick, erzählen uns die Umstände nicht. Ein bekanntes Gesicht, einen Freund, merken wir seine innere Stimmung an. Einen Fremden blickt man nicht tiefer als auf die Oberfläche.
Liegt es an mir?
Verunsicherung kommt bei manchen auf, wenn negative Augen in uns sehen. Solche Augen, treffen tiefer. Die Gedanken dürfen frei sein. So sollten diese verunsicherten Gespenster hinaus in die Welt und losgelassen werden. Das Lesen in anderen Köpfen ist nicht für jeden möglich. Jeder Mensch trägt seine eigene Geschichte mit sich, jene, die ihn entwickelt hat und so sein lässt wie er ist. Ein Blick, kann manchmal vielleicht ‘tödlich’ sein. Aber jedes Mal, wenn dies der Fall ist, sollte der Gedanke nicht negativ wirken, sondern uns darin erinnern, dass jeder Mensch, seine Geschichte ist.
September 25, 2007 at 9:15 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar
Fernbeziehung
In der Zeit des Internets findet man Freunde und Gesprächspartner auf der ganzen Welt. Die Möglichkeiten sind weitgefächert.
Beschnuppern über die Tastatur
Doch es müssen nicht immer Menschen aus einen anderen Land sein. Ein anderes Bundesland oder eine Kilometer weit entfernte Stadt. Ein Treffen liegt nicht in allzu großer Ferne, gegenüber einen anderen Kontinent. Anfängliche Nervösität, Symphatie. In jeder Hinsicht kann man etwas gefunden haben. Freundschaft; einen weiteren Menschen, den man nicht näher kennenlernen will; einen unbedeutsamen Flirt, aber auch die Liebe. Plötzlich wirkt die Kilometeranzahl eine Enormität aus, die vorher etwas kleiner schien.
Freud oder Leid?
So mancher Partner wünscht sich hin und wieder Abstand von dem den er liebt. Eine Fernbeziehung, die gegenteilige Gefühlslage.
Sehnsucht mehr Zeit mit dem Partner verbringen zu können. Ein Zusammensein eventuell nur einmal die Woche.
Wer entliebt sich schneller?
Eine Beziehung bedeutet immer Arbeit. Doch auch im Laufe der Zeit und Bemühungen, kann die Liebe verschwinden. Aber ist eine Fernbeziehung von Vorteil, wenn man nicht stets ‘aufeinanderklebt’? Oder ist die Entfernung ein stetiges wachsendes Problem?
Es gibt immer wieder positive Beispiele für die gut funktionierende Fernbeziehung. Die Liebe ist wohl wichtiger und oft größer als die Entfernung zweier Herzen.
September 25, 2007 at 11:09 vormittags Hinterlasse einen Kommentar